
Andre Gide und der Kommunismus
Andre Gide und der Kommunismus (German, Paperback)
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Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Literatur, Note: 2,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Institut fur Romanistik), Veranstaltung: Andre Gide und der moderne franzosische Roman, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit untersucht im Kontext der Faszination, die der Kommunismus in den 1930er-Jahren auf viele westliche Intelektuelle und Kunstler ausgeubt hat Andre Gides Verhaltnis zum Kommunismus. Im Vordergrund stand fur Gide dabei sein eigenes Verstandnis von Humanismus, das er im Kommunismus verwirklicht sah. Als er sah, wie der real existierende Sozialismus sich immer weiter von seinen Idealen entfernte, kehrte er ihm den Rucken und blieb seinem Humanismus treu., Abstract: Das Verhaltnis von Freiheit und Individuum ist eines der zentralen Motive in Gides Werk. Der Einzelne, der sich von gesellschaftlichen Konventionen und ihm auferlegter Moral lost und sich auf seinen eigenen Geist, seine innere Weisheit besinnt - das ist Andre Gides Ideal des freien Menschen. Die politische die wirtschaftliche Organisation der Gesellschaft ist fur ihn dabei nur von sekundarem Interesse, d.h. nur insofern sie auf das Individuum wirkt. Und doch schliesst er sich der kommunistischen Bewegung an, die sich zwar die Freiheit als Endziel auf ihre Fahnen geschrieben hat, aber dort, wo sie die Staatsmacht innehat, den Grad der Unfreiheit des Einzelnen noch erhoht und wie jede organisierte Bewegung den Einzelnen der Sache," d.h. einem Ziel oder einem Zweck unterordnet. Dabei ergeben sich fur Gide zwei Grundprobleme, die schliesslich auch zu seinem Bruch mit dem organisierten Kommunismus fuhren: Erstens, der Gegensatz zwischen individueller Freiheit und der Unterordnung unter einen Zweck und eine (wenn auch neue) Moral, und zweitens, der Gegensatz zwischen den Idealen einer Utopie (der Vorstellung einer idealen Gesellschaft) und der Realita