
Bildungs(miss)erfolg von Migranten im deutschen Schulsystem
Bildungs(miss)erfolg von Migranten im deutschen Schulsystem - Analyse und Vergleich von drei soziologischen Erklarungsansatzen (German, Paperback)
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Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Padagogik - Interkulturelle Padagogik, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz (Institut fur Soziologie), Veranstaltung: Soziale Lage und Integration von Migranten, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Lebens- und Erfolgsgeschichte von Fathi Akin, einer der zur Zeit bekanntesten und zugleich beliebtesten Filmregisseure des deutschen Kinos, klingt zu schon, um wahr zu sein: Als Sohn turkischer Gastarbeiter wuchs er in einem Sozialen- Brennpunkt- Viertel" Hamburgs auf, war zeitweise sogar Mitglied einer turkischen Jugendgang und sprach ausserhalb der Schule so gut wie kein Deutsch. Alle seine Freunde besuchten die Forder-, Haupt- oder bestenfalls die Realschule. Kontakt mit deutschen Jugendlichen hatte er kaum (vgl. Das Gupta 2009). Wider alle Erwartungen kampfte er sich schliesslich ganz nach oben, beendete seine Schullaufbahn mit der allgemeinen Hochschulreife und absolvierte ein Studium in visuelle Kommunikation" an der Hochschule fur bildende Kunste in Hamburg (vgl. Distelmeyer 1997). Fathi Akin gilt heute nicht nur als das unangefochtene Nachwuchstalent der deutschen Filmbranche, sondern auch als vermeintliches Vorzeigebeispiel fur die integrative Wirkung des hiesigen Bildungssystems. Leider ist der Werdegang des turkischstammigen Filmregisseurs eine Ausnahme: Von gelungener Integration in das deutsche Bildungssystem und somit auch in alle anderen entscheidenden gesellschaftlichen Bereiche kann in den meisten Fallen der in Deutschland lebenden Migrantenkinder keine Rede sein. Dem ersten Integrationsindikatorenbericht der Bundesregierung konnen wir entnehmen, dass jugendliche Migrantenkinder mit 41,7% fast doppelt so oft die Hauptschule besuchen wie ihre deutschen Altersgenossen. Im Jahr 2007 lag die Abgangerquote ohne Schulabschluss bei Migrantenkindern mit 16% sogar mehr als doppelt so hoch als bei der deutschen Vergleichsgruppe (vgl. Integrationsindikatorenbericht 2009: S. 46.